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Quo vadis, Iran? Ein Zwischenruf

12 März @ 19:00 - 20:30

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

als vor einer Woche die Vorankündigung unserer Veranstaltung am 12. März versandt wurde, war darin die Formulierung enthalten, dass zum Zeitpunkt der Vortrages von Dr. Kazem Moussavi die „Kriegsgefahr im Mittleren Osten … vielleicht bereits Realität geworden sein wird“. – Dies ist seit letztem Wochenende der Fall.

 

Täglich verfolgen wir die aktuellen Ereignisse und viele sind besorgt über eine allfällige Ausweitung und Eskalation dieses Krieges auf immer mehr Regionen des Mittleren Ostens. Das Regime in Teheran – dieser historische Sachverhalt wird häufig übersehen – hat seit Beginn der militärischen Konfrontation mehr muslimische Staaten attackiert als der Staat Israel in den letzten Jahrzehnten.

 

Eine exponierte Rolle in der Bewertung dieses Krieges nehmen Interpretation von und Umgang mit dem Begriff des „Völkerrechtes“ ein. Es war und ist die Islamische Republik Iran, die seit Jahrzehnten das Völkerrecht massiv verletzt. Ihre wiederholte und insistierende Forderung nach Zerstörung eines Mitgliedsstaates der UNO – Israel – ist prioritär zu benennen. Hierzu gehört die finanzielle und militärische Unterstützung und Ausstattung der Terrororganisationen Hamas, Houthi-Milizen und Hizbollah, die in den letzten Jahren permanent Israel von Süden, Südwesten bzw. Norden attackierten und das alltägliche Leben der israelischen Bevölkerung zu einem Vabanquespiel machen. Der schlimmste Pogrom seit dem Ende der Shoa – der 7. Oktober 2023 – wäre ohne die konstitutive Beteiligung des Regimes in Teheran nicht möglich gewesen. Das Leiden der israelischen und in Folge der palästinensischen Bevölkerung des Gazastreifens ist die direkte Folge der imperialistischen hegemonialen Aggression des theokratischen Regimes in Teheran. Das Völkerrecht ist eine zivilisatorische Errungenschaft der Menschheit. Aber wie der frühere Bundestagsabgeordnete Michael Roth (SPD) ausführte, wird es ad absurdum geführt, wenn es zum normativen Schutzschild für Regimes wird, die andere Staaten zu zerstören beabsichtigen und gleichzeitig ihre eigene Bevölkerung zu Zehntausenden unbarmherzig massakrieren.

 

Sie sind herzlich eingeladen zu unserer Vortragsveranstaltung

 

„Quo vadis, Iran? Ein Zwischenruf“

am 12. März ab 19 Uhr

Weinvilla Heilbronn

Erster Stock, Musikzimmer

 

Die strategische Ambiguität hinsichtlich des Zieles der von den USA und Israel geführten Angriffe gegen das Teheraner Regime ist eng verbunden mit dem Thema des Vortrages von Dr. Kazem Moussavi: Worin besteht die Exit-Strategie des militärischen Vorgehens? Existiert eine? Für die Israelis ist es klar: Atomare Bewaffnungspläne des Iran und dessen massive Kapazitäten an ballistischen Raketen gefährden den jüdischen Staat in seiner schieren Existenz. Kriegsziel der Israelis ist deren Neutralisierung – auch in den schwer zugänglichen Regionen der Beka’a-Ebene im Libanon, wo die Hizbollah, eine Gliederung der iranischen Revolutionsgarden, ihre Raketenarsenale in schwer zugänglichen Gebieten disloziert hat. Über das Kriegsziel der Vereinigten Staaten diskutiert die internationale Presse seit Beginn der militärischen Konfrontation.

 

Der Referent am 12. März, Dr. Kazem Moussavi, setzt sich, persönlich betroffen und in hohem Maße fachkundig, mit aktueller Situation und Zukunftsperspektive seines Heimatlandes auseinander. Er setzt sich seit Jahren im Bündnis „Stop the bomb“ gegen die atomare Aufrüstung der iranischen Theokratie ein und ist engagierter Unterstützer der iranischen Freiheitsbewegung „Jin, Jiyan, Azadi / Frau, Leben, Freiheit“. Kritisch gegenüber monarchistischen Tendenzen plädiert Dr. Moussavi für einen föderalen Iran, in dem Frauenrechte ebenso rechtsstaatlich zu implementieren sein werden, wie die kulturellen Rechte der unterschiedlichen Ethnien des Iran: Kurden, Belutschen, Azeris. Kazem Moussavi engagiert sich gegen Antisemitismus, gegen die Aktivitäten religiöser und vorgeblich kultureller Institutionen des Teheraner Regimes in der Bundesrepublik. Er kritisiert die bisherige Appeasement-Politik Deutschlands gegenüber dem Iran und tritt für diplomatische und freundschaftliche Beziehungen zwischen dem Staat Israel und dem Iran ein. Dr. Moussavi, promoviert im Fachgebiet Geo-Umwelttechnik an der TU Berlin, ist Sprecher der Grünen Partei des Iran und und politischer Repräsentant der republikanischen „Koalition für Gleichheit und Freiheit im Iran“.

 

Sie haben am 12. März die Gelegenheit, mit einem engagierten Repräsentanten der demokratischen Opposition des Iran ins Gespräch zu kommen, der in der Bundesrepublik im Exil lebt und vom Regime bedroht wird.

Details

Datum:
12 März
Zeit:
19:00 - 20:30
Website:
https://heilbronn.deutsch-israelische-gesellschaft.de/

Veranstaltungsort

Weinvilla Heilbronn, Musikzimmer, erster Stock, Heilbronn
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Veranstalter

DIG Heilbronn